Treppen sind weltweit bei nahezu allen Völkern bekannt und sie begleiten die Menschheit seit seiner frühestens Entwicklung. Schon seit der Jungsteinzeit vor ca. 12.000 Jahre ist das Konzept der Treppe bekannt. Je nach den natürlichen Gegebenheiten und den vorhandenen Ressourcen entwickelten zuerst Steintreppen. Dies wurde anhand von archäologischen Funden aus der Türkei bestätigt, die auf ein Alter von rund 10.000 Jahren taxiert wurden. Die älteste nachgewiesene Holztreppe stammt aus Österreich und geht auf das Jahr 1344 v.Chr. zurück.

Der Beweis, dass Treppen weltweit schon seit Jahrtausenden bekannt sind, lässt darüber erbringen, dass es den Begriff für die Treppe in fast jeder Sprache existiert. Wir haben mal eine Tabelle zusammengestellt, welche das Wort Treppe mal in verschiedenen Sprache darstellt.

Sucht euch das Wort aus, was euch am besten gefällt.

Land/Sprache

Wort für Treppe
1 Deutschland (Deutsch) Treppe
2 Österreich (Deutsch) Stiege
3 Schweiz (Schweizerdeutsch) Stäge
4 England (Englisch) Stairs / Staircase
5 USA (Englisch) Stairs
6 Frankreich (Französisch) Escalier
7 Spanien (Spanisch) Escalera
8 Italien (Italienisch) Scala
9 Portugal (Portugiesisch) Escada
10 Niederlande (Niederländisch) Trap
11 Schweden (Schwedisch) Trappa
12 Norwegen (Norwegisch) Trapp
13 Dänemark (Dänisch) Trappe
14 Finnland (Finnisch) Portaat
15 Island (Isländisch) Stigi
16 Polen (Polnisch) Schody
17 Tschechien (Tschechisch) Schody
18 Slowakei (Slowakisch) Schody
19 Ungarn (Ungarisch) Lépcső
20 Rumänien (Rumänisch) Scară
21 Griechenland (Griechisch) Skála
22 Türkei (Türkisch) Merdiven
23 Russland (Russisch) Lestniza
24 Ukraine (Ukrainisch) Schody
25 Litauen (Litauisch) Laiptai
26 Lettland (Lettisch) Kāpnes
27 Estland (Estnisch) Trepp
28 Irland (Irisch) Staighre
29 Schottland (Gälisch) Staidhre
30 Wales (Walisisch) Grisiau
31 Israel (Hebräisch) Madregot
32 Arabisch Sullam
33 Indien (Hindi) Sīṛhī
34 China (Mandarin) Lóutī
35 Japanisch Kaidan
36 Südkorea (Koreanisch) Gyedan
37 Thailand (Thailändisch) Bandai
38 Vietnam (Vietnamesisch) Cầu thang
39 Indonesien (Indonesisch) Tangga
40 Philippinen (Tagalog) Hagdan
41 Neuseeland (Māori) Arapiki
42 Kenia (Swahili) Ngazi
43 Südafrika (Zulu) Izitebhisi

Unser Treppenkalender 2026  mit dem Titel “La Scala – Lago di Como” ist eine Hommage an den Comer See mit seinen prächtigen Villen, den wunderbaren Gärten, der Dolce Vita und einer einzigartigen Landschaft zwischen den Alpen und Mailand.

Geschützt durch die bis zu 3000 Meter hohen Berge im Norden, entfaltet sich ein rund um den Comer See ein mediterranes Mikroklima, das üppige Vegetation gedeihen lässt.

Natürlich gehören auch Treppen in jeglicher Ausprägung, Gestaltung und Konstruktion zum Comer See dazu. Von der repräsentativen Villentreppe bis hin zu der einfachen Steintreppe an den Berghütten erstreckt sich die Vielfalt. Wir haben eine Collection von 12 Bildern für euch zusammen gestellt und präsentieren diese in unserem neuen Kalender. Die Geschichte zum Bild gibt es jeden ersten Tag des Monats auf der Webseite SMG Treppen Kalender – SMG Treppen

Wir freuen uns auf ein tolles Treppenjahr 2026 und wünschen euch viel Spaß.

Immer wieder kommt die Forderung von Brandschutzprüfern, dass Treppen oder Treppenteile in einer Brandschutzklassifizierung wie zum Beispiel F30 auszuführen sind. Vermehrt tritt die Forderung neuerdings auch bei Treppen innerhalb von Wohnungen oder Einfamilienhäusern auf. Keine Frage, der Schutz von Menschen hat immer höchste Priorität und jedes gerettete Leben rechtfertigt alle sinnvollen Maßnahmen. Allerdings kann sich dem einzelne Hausbesitzer oder Wohnungsinhaber der Eindruck aufdrängen, dass viele Brandschutzprüfer über das Ziel hinausschießen.

Die Brandschutzbeschichtung soll die Stabilität der Treppenkonstruktion bei einem Feuer über eine definierte Zeit, zum Beispiel 30 Minuten, garantieren. Stahl verliert schon bei 500 Grad Celsius die Hälfte seiner Stabilität. Um die Erwärmung zu verhindern oder zu reduzieren, kann der Stahl mit einer Brandschutzbeschichtung beschichtet werden. Diese Beschichtung besteht in der Regel aus drei Komponenten – einer Grundierung, die aufschäumenden Schutzschicht und einem Decklack.

Nur alle drei Komponenten zusammen ergeben die finale, anerkannte Brandschutzbeschichtung. Diese kann nur von zertifizierten Malerbetrieben aufgebracht werden. Außerdem muss die Oberfläche in regelmäßigen Intervallen gewartet werden.

Kommen wir zum eigentlichen Punkt – der Optik. Je nach Materialdicke und Materialbeschaffenheit muss die aufschäumende Schutzschicht unterschiedlich dick sein. Das sieht in der Regel wenig attraktiv aus. Wer will schon an seiner Treppe eine wellige, unruhige Oberfläche haben? Feine Details, Verbindungen und filigrane Materialausführungen gehen in Gänze verloren.

Aus unserer Erfahrung nach gibt es in der heutigen Zeit viele Kompensationsmaßnahmen, welche die Brandschutzbeschichtung überflüssig macht. Hierzu zählen vernetzte Rauch- bzw. Brandmelder, alternative Rettungswege, Brandschutzabschnitte innerhalb von Wohnungen, um nur einige zu nennen. Hier lohnt es sich mit den zuständigen Brandschutzprüfern zu verhandeln.

 

Leute hört auf mit irgendwelchen Experimenten beim Heben von Lasten.

Immer wieder sieht man auf der Baustelle Kollegen oder andere Gewerke, die am Kran oder Kettenzug Schraub- oder Klemmzwingen einsetzen, um beispielsweise Bleche, Glasscheiben oder Holzplatten nach oben zu ziehen. Schraub- oder Klemmzwingen sind als Anschlagpunkt so gar nicht geeignet. Überlegt euch vorher, wie ihr die Einzelteile am besten anschlagen könnt, damit das Bauteil heil oben ankommt. Aber noch wichtiger ist die eigene Gesundheit. Egal ob Blech, Glas oder Holz, wenn es aus der Zwinge rutscht, dann rauscht es ungebremst in die Tiefe und schlägt ein. Und da willst Du auf keinen Fall stehen.

Im Video ein Beispiel wie es prima funktioniert. Bohrt in das Blech ein Loch, so dass ein Schekel angeschlagen werden kann und fertig ist eine sichere und rutschfeste Verbindung. Auch wenn ihr das Blech in der irgendeiner Querrichtung noch bewegen müsst – die Verbindung geht nicht von alleine auf.

In der DIN 18065 ist festgelegt, dass Treppenstufen zu angrenzenden Wandflächen, Fensterflächen, Geländern oder anderen Bauteilen keinen Abstand größer 60 mm haben dürfen. Der Grund liegt in der Unfallgefahr für Kleinkinder, die sich in einem größeren Abstand die Füße einklemmen könnten. Das gilt nicht nur für Stufen bei aufgesattelten Treppen, Spindel- oder Einholmtreppen, sondern auch wenn bei Wangentreppen die Wange auf Abstand zur Wand montiert sind.

    Abstand Wand Stufe <= 60 mm – zulässig

  Abstand Wand Stufe > 60 mm – unzulässig

Grundsätzlich sollte dieser Fehler dem erfahrenen Treppenbauer so nicht passieren. Muss der Fehler im Nachgang korrigiert werden könnte vielleicht die Treppe versetzt, Stufen getauscht, eine zusätzliche Wandbeschichtung durch eine weitere Putzschicht aufgetragen  oder eine Treppenverbreiterung montiert werden.

Kragarmtreppen sind modern, elegant und auf der Wunschliste vieler Bauherren und Architekturbüros ganz oben. Bei der Montage der Stufenbeläge aus Holz, Stein, Mineralwerkstoff oder einem anderen Material gibt es in der Regel zwei Möglichkeiten. Erstens die Variante der Stufenkonstruktion aus zwei Halbschalen, die direkt über der Unterkonstruktion verleimt werden. Diese Lösung bietet sich immer dann an, wenn seitlich neben der Treppe nicht ausreichend Platz zur Verfügung steht, um die Stufen aufzuschieben.

Ist neben der Treppe jedoch der Platz zum Aufschieben vorhanden, bietet es sich an, die Stufen als Kasten in der Werkstatt vorzufertigen. So entfällt das Nacharbeiten der Leimfuge und der Oberfläche, wie es bei den zwei Halbschalen notwendig ist. Die Stufenkästen werden einfach auf die Unterkonstruktion aufgeschoben und mit dieser verklebt. Gerade bei schweren Steinstufen ist das Aufschieben mit einiger Kraftanstrengung verbunden. Der Klebstoff muss in der Regel auf die Unterkonstruktion im Vorfeld aufgetragen werden. Um das Zusammenscheiben der Klebestofffuge zu verhindern und somit sicher zu stellen, dass die Kastenstufen auch wirklich in allen Bereichen verklebt wird, empfehlen wir den Einsatz einer Aufschiebehilfe. Hier ein kleines Video dazu.

Die Aufschiebehilfe ist ein Blech- oder ein Sperrholzstreifen, der in der Mitte der Unterkonstruktion aufgelegt und mit einer Schraubzwinge gegen Verrutschen gesichert wird. Dieser Streifen muss ca. 2-3 Millimeter dicker als die Klebefuge bzw. der Klebeauftrag sein. Auf diesem Streifen wird die Kastenstufe aufgesetzt und bis zur Schraubzwinge auf die Unterkonstruktion aufgeschoben. Dann die Schraubzwinge entfernen und die Kastenstufen bis zu Ende aufschieben. Anschließend die den Blech- oder Sperrholzstreifen seitlich rausziehen und den Stufenkasten in die Klebenaht andrücken. Eventuell die Stufe jetzt noch in der Lage fixieren und die Klebung aushärten lassen.


Blechstreifen etwas länger als die Stufenlänge, damit das Ansetzen ohne Probleme funktioniert.


Kastenstufe langsam bis zur Schraubzwinge aufschieben


Nach dem Entfernen der Schraubzwinge, Kastenstufe bis zum Ende / Wand aufschieben

Aufschiebehilfe rausziehen und abschließend die Kastenstufe ins Kleberbett andrücken und ggfs. fixieren.

Fertig ist eine perfekte Verklebung des Stufenkastens mit der Unterkonstruktion. Mit dieser einfachen Konstruktion entfällt das sehr anstrengende Hochhalten des Stufenkastens beim Aufschieben ebenso wie die immer dicker werdende Klebewurst, die sich hinter der Stufe bildet, wenn es mit dem Hochhalten nicht so klappt.

Eine einfache Hilfe für ein paar Euro, die euch Nerven und Zeit spart. Probiert es doch einfach mal aus.

Direktbefestigungen von Treppen und Geländern werden immer mehr eingesetzt.
Das liegt an der zunehmenden Bekanntheit der Möglichkeiten, die durch die Hersteller
publiziert werden.

Effizientes Arbeiten auf der Baustelle hat schon immer einen sehr hohen Stellenwert,
da sich sehr oft der Erfolg oder Misserfolg bei der Montage entscheidet. Direktbefestigungen,
d.h. das zu befestigende Bauteil wird ohne weitere Hilfsmittel wie Dübel direkt im
Untergrund verankert. In der Regel braucht es dafür nach dem Positionieren des Bauteils
nur drei Schritte – Loch bohren, Schraube oder Anker setzen und festdrehen.

Der große Vorteil dieser Befestigungsmöglichkeit liegt für den Anwender neben dem
zeitsparenden Arbeiten darin, dass das Bauteil nach der Positionierung nicht mehr
entfernt und gelagert werden muss. Bei Handläufen, die idealerweise in der Werkstatt
so lang wie möglich vorbereitet werden, entfällt das Anzeichnen, Abnehmen und ein
aufwendiges Handling. Einmaliges Positionieren reicht komplett aus. Die Befestigungen
sind bärenstark im Beton- und Mauerwerk.

Und so einfach geht es:


Handlauf an der Wand entsprechend den Anforderungen positionieren und das
Befestigungsloch entsprechend dem Schraubendurchmesser bohren. Für
Wandhandläufe reichen in der Regel Schrauben mit einem Durchmesser von 6 mm.


Schraube setzen wäre der nächste Schritt.

Zuletzt noch die Schraube oder Anker festdrehen. Bei Betonschrauben ist hierfür
ein Schlagschrauber notwendig.

Betonschrauben gibt es von unterschiedlichen Herstellern wie Hilti, Heco oder Würth,
in unterschiedlichen Abmessungen, Kopfformen, Materialien und Verpackungsgrößen.
Wie oben schon erwähnt, reicht in der Regel ein 6 mm Durchmesser für die Montage
von Handläufen aus. Die Schraube kann wieder gelöst werden, um das Bauteil zu justieren.
Diese Befestigungsart funktioniert nicht nur bei Betonwänden, wie der Name Betonschraube
es vermuten lässt, sondern auch bei sehr vielen Mauerwerksarten. Hier einfach bei den
Herstellern auf den Webseiten mal nachschauen, ob das vorgefundene Mauerwerk geeignet ist.

Wir haben für euch  hier mal drei Herstellerseiten beispielhaft verlinkt:

Würth Betonschraube 6 x 60 mm

Hilti Schraubanker HUS3-C6

Heco Multi-Monti-Plus 6 x 60 mm

 

 

 

Bei der Montage von Treppen sind meistens größere Lasten und größere Höhen im Spiel. Wir alle haben den Wunsch am Nachmittag wieder gesund und unversehrt nach Hause zu gehen. Dabei können gerade bei der Montage unvorhersehbare Dinge passieren.

Vor einigen Jahren haben wir uns einen Universal-Ankerpunkt gebaut, den wir seither sehr häufig im Einsatz haben. Die ursprüngliche Idee war zu verhindern, dass die Montageböcke umkippen können, wenn wir die Treppe seitlich über das Treppenloch ziehen müssen. Das ist immer noch eine Anwendung, aber es sind noch viele weitere Einsatzmöglichkeiten  hinzu gekommen. Als Ankerpunkt für einen Fallschutz bis hin zum Einhängen eines Kettenzuges reicht das Spektrum. Egal ob an der Wand, dem Boden oder der Decke montiert – einfach zwei Löcher bohren und mit zwei Betonschrauben fixieren – fertig. super schnell auf und wieder abgebaut. Der Ankerpunkt lässt sich immer wieder verwenden.

Jeder kann sich diesen Ankerpunkt problemlos nachbauen. Zwei Winkel und ein Stück Stahlrohr mit einem Durchmesser von 42 oder 48 mm werden zusammengeschweißt. Es muss unbedingt auf einen geeigneten Untergrund und das entsprechende Befestigungsmaterial geachtet werden, damit sich der Ankerpunkt nicht losreißen kann. Aber keine Angst, die heutigen Betonschrauben haben schon unglaubliche Tragfähigkeitswerte. Eine 10×100 mm Betonschraube, die in ein 8 mm Loch geschraubt wird, kann mit rund 3 Tonnen belastet werden. Dieser Wert übersteigt die meisten Anwendungsfälle bei weitem.

Jede Treppe, die mit einem Kran bewegt werden soll, muss sicher und stabil angeschlagen werden. Dafür bieten sich verschiedene Varianten an. Bietet die Konstruktion der Treppe die Möglichkeit Schlupfe oder Ketten an den  Stufen oder Wangen zu befestigen, ist dies sicherlich die einfachsten und effektivste Methode. Bei Treppenkonstruktion mit Setzstufen steht diese Variante häufig nicht zur Verfügung. Die einfachste Lösung ist das das Anschweißen von Kranlaschen aus ausreichend dimensioniertem Stahlblech, wo die Kranketten sicher eingehakt werden können. Die Sicherheit ist top, aber leider müssen die Kranlaschen dann wieder abgetrennt werden.

Angeschweißte Kranlaschen sind einfach im Handling und können immer wieder verwendet werden.

Das Abtrennen der Kranlaschen kann aufwendig und mühsam sein.

Bei Treppen, die auf der Unterseite verkleidet werden, also die Unterseite der Treppe am Ende nicht sichtbar ist, bietet sich die Variante der verdeckten Kranlaschen an. Dabei werden die Anschlagpunkte unter die Stufen geschweißt und können so auch nach der Montage einfach an der Treppe verbleiben.  Aufwendiges Abtrennen und Verschleifen entfällt. Stattdessen muss der Ausschnitt in der Trittstufe nur mit einem Füllblech geschlossen werden.

Verdeckte Kranlasche von oben mit eingehängten Kranketten

Verdeckte Kranlasche von unten – verschweißt an Stufenblech und Wange.

Kranhub mit zusätzlichen Ratschenzügen zum Einstellen der Neigung.

Nach dem Kranhub muss das Loch in dem Stufenblech noch noch geschlossen werden. Schweißnaht egalisieren und Grundierung ergänzen – fertig. Je nach Belag und Anforderungen kann das Loch im Stufenblech evtl. auch einfach offen bleiben. Einen statischen bzw. konstruktiven Unterschied zwischen geschlossenem und offen Stufenblech gibt es sicher nicht.

Wie findet ihr die Varianten? Habt ihr eine Lösung entwickelt, die besonders gut funktioniert? Wir freuen uns von euch zu hören.

 

Wir wünschen allen Freunden, Interessenten, Partnern und Kollegen ein guten Start ins neue Jahr 2024. Wir haben uns viel vorgenommen, darunter ist unter anderem die Publikation unseres ersten Buches zum Thema Skizzieren. Wir freuen uns auf ein spannendes und erfolgreiches Jahr zusammen mit Euch. Happy New Year.